In loser Reihenfolge erscheint hier Lustiges, Nachdenkliches oder Besinnliches zu unterschiedlichen Themen - immer in 100 Worte gefasst.

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100 Worte zum Thema: Neulich an meinem freien Tag


1, 2, 3... Acht Putzlappen hole ich aus dem Wäschetrockner und frage mich: Ist das noch normal?

Grübelnd hole ich den Staubsauger hervor.

Meine Nachbarn nennen mich übrigens Frau Holle, nur weil ich das Bettzeug gerne zum Lüften aus dem Fenster hänge!

„Das sollte dir zu denken geben!“, murmele ich vor mich hin, während ich die Polsterdüse aufstecke und die Kinder ihre Türen zuwerfen.

Dann kommt der Moment der Klarheit: Mir fällt ein, was meine Mutter neulich sagte:
„Kind, ich habe mal die Blätter deiner Yuccapalme abgestaubt.“:

Ich kann gar nichts dafür, ist alles genetisch bedingt!

Meister Proper sei Dank!


100 Worte zum Thema: Neulich beim Pfannkuchen backen

Ich habe einen freien Tag und backe Pfannkuchen.

Ein Fest für die Kinder, denn an Arbeitstagen ist die Zeit dafür zu knapp.

Es ist ja auch nicht so, dass Feierabend wäre, wenn man nach Hause kommt.

Nach dem Entwerfen von englischen Verträgen und dem Formulieren der Geschäftspost gibt’s keine Pause!

Referate, französische Vokabeln, Gedichte lernen füllen die Nachmittage.

 

Jetzt genieße ich vor den Pfannen die Zeit, die ich nur für die Pfannkuchen verschwenden kann.

»Ja! Pfannkuchen!«, jubeln beide.

Zimt und Zucker drauf und der ganze Haufen ist in zehn Minuten weggemuffelt.

»Danke Mama, war sehr lecker!«

Und fort sind sie.



100 Worte zum Thema: Neulich beim geschwänzten Herbstbasteln in der Schule

Zum Jahrestag von Luthers Thesenanschlag (besser bekannt als „Halloween“), erreicht uns eine Einladung zum Herbstbasteln in der Grundschule.
Der Termin ist – Hurra! – an einem Donnerstagnachmittag: ich muss arbeiten!

Schnell die Oma als Bastelbegleitung eingespannt, Kürbis, Teelicht und keinen Teller für die ungeliebte Kürbissuppe eingepackt, und ab ins Büro.

„Das ist Kürbi! Nächstes Mal bitte einen größeren Kürbis! Kürbi war der Zweitkleinste!“
„Wie war’s sonst?“, frage ich ahnungsvoll.
„Cool! Wir haben Fußball gespielt!“
„Nicht gebastelt?“
„Nee, das haben die Eltern gemacht! Aber dafür mag ich jetzt Kürbissuppe!“

Wie meine Oma schon sagte: Is nix as slecht, is ok wat Godes bi.“

 P. S.: Nach drei Tagen im Wohnzimmer verströmte Kürbi einen süßlich-fauligen Geruch und fristet jetzt sein Dasein vor der Haustür, bis wir ihn zum ersten Advent der Biotonne übergeben.


Eine Ode an die Ostsee - in 100 Worten

Süßes Gelb wiegt sich im Wind

Dunkle Weite raubt bei Sturm das Land

Über Schaumkronen  tanzt flatternd kreischend Schwanenweiß

Über alldem dunkles Grau und helles Blau im Wechselspiel

Blumenteppich wie frisch gefallener Schnee unter noch kahlen Ästen

Zartes Grün erwacht nun sacht

Helle Strahlen dringen durch den Dunst des Morgens, lautes Zwitschern weckt uns aus den Träumen von der Zeit die kommt:

Lange Tage, sattes Grün

Möwen gleiten kreischend über uns hinweg

Gelb wird abgelöst von Gold und Braun

Klares, kühles Blau umfängt glitzernd heißen Wind

Die Schönheit in uns aufgesogen und zehrend von der Erinnerung erwarten wir deren Neubeginn


100 Worte zum Thema: Neulich am Strand ...

Ist das herrlich!

 

Die Sonne strahlt vom azurblauen Himmel herab.

Meine Familie planscht in der Ostsee.

Leises Wellengeplätscher lullt mich in einen Zustand zwischen wach sein und träumen.  

 

Auf einmal ein Gebrüll aus der knallorangen Strandmuschel nebenan:

„Ida, bist du blöd? Geht’s noch? Jetzt ist der ganze Sand auf der Decke! Merkst du noch was?“ 


Erschrocken schaue ich hinüber.

Ida ist geschätzte eineinhalb und sitzt mit großen Augen vor der Strandmuschel.

 

Während ihre Mutter beim Ausschütteln der Decke den Rest der Standbesucher ebenfalls mit Sand bedeckt, schaufelt ihr älterer Bruder Berge davon in die Familien-Strandtasche.

 

Hoffentlich merkt sie es nicht!

100 Worte zum Thema: Neulich morgens ... Oder: wieder ein graues Haar mehr!

 

Panischer Blick zur Uhr.  „Du kommst zu spät zur Schule!“

 

Ein genervter Blick aus zusammengekniffenen Augen.

 

„Du hast noch eine Minute!“

 

Ein erneuter Blick: ‚Mama ist die nervigste Person auf diesem Planeten!‘

 

 

Endlich können wir die Haustür öffnen.

 

Erleichtert atme ich aus und öffne schwitzend meine Jacke, schaue nach draußen und fasse es nicht: Es regnet nicht mehr!

 

„Ich ziehe die jetzt sofort wieder aus!“

 

Kurzzeitiger  Schwindel!

 

Die Hose fliegt in die Ecke.

 

Trockenes Schlucken, Ansatz zum Widerspruch, da flötet es im zuckersüßesten Ton:

 

„Komm jetzt endlich Mama, sonst komm' ich zu spät!“

 

100 Worte zum Thema: Neulich in Texas ...

Auf meine Frage, ob es den Cheesecake auch als kleine Portion gibt, antwortet der Ober lächelnd:
„No Mam, only Texas-size!“

Wie wahr! In Texas ist alles „big“, ohne Übertreibung!
Überdimensionale Steaks – wie groß war erst das Rind?
Beängstigende Autobahnknoten – keine Chance ohne GPS!
Nahezu jeder Mensch fährt einen enormen Pick-up - im Mittelklasse-Mietwagen kommt man sich restlos verloren vor!
Ein Wasser im Restaurant – 0,2 l ? Lächerlich! - 0,75 l und randvoll mit „big“ Eiswürfeln!
Der „big“ A380 bringt mich zurück nach „Good Old Germany“ – übrigens nur halb so groß wie Texas!
Aber eins ist klar: I‘ ll be back!    

Kommentare: 1
  • #1

    Norbert (Dienstag, 03 Juni 2014 13:34)

    Sehr schoen moechte auch mal nach Texas
    alles big!!